Die Eifel. Idyllisch schmiegen sich endlose Wälder sanft über Hügel, wachen Burgruinen über verschlafene Täler und zerreißen Rennwägen brüllend die Langeweile. Die Nürburg und ihre Rennstrecken, die Nordschleife und der Nürburgring, gehören zu den berühmtesten der Welt. Jedes Jahr pilgern zehntausende Autojünger zu Ostern an diesen Ort, ohne daß dies noch einer Einladung bedarf. Und wenn dann noch der Kumpel meint, er fährt mit seinem RX 7 hin, kann uns nichts mehr stoppen.
Maximal viele Leute treffen
Besonders der Freitag AKA „Carfreitag“ zieht jedes Jahr unglaublich viele Besucher an. In Scharen kommen sie zur Nordschleife und den markanten Aussichtspunkten wie Hohe Acht und Brünnchen. Wir ließen uns erstmal im Brünnchen nieder, das diesmal ohne die Prozession der Burnouts auskommen musste. Die spontanen Burnout-Parties fanden diesmal auf der Straße von Meuspath zum Nürburgring statt [nehmen wir mal an *hust*], da die Polizei die Gegend um das Brünnchen abgesperrt hatte und stark kontrollierte. Durch den Ordnungs- Einsatz blieb zumindest das ganz große Verkehrschaos dieses Jahr aus und wir konnten bequem am Brünnchen parken. Dort angekommen begeisterten uns die vielen Autos, Fans und die Fahrer auf der Nordschleife. Nicht fehlen durften die vielen provisorisch zusammengenagelten „Partyzelte“ einiger Fangruppen, in denen permanent abgefeiert wurde.
Maximal Lecker
Der Nürburgring und die Eifel bieten auch was für den Gaumen. Wir hatten zudem den ganzen Tag über nichts gegessen, also fand uns Markus einen tollen Burger-Schuppen – nur eine Stunde weit weg :X Man muss ja Gründe finden, mit den Autos rumzuheizen… – Das Burgerlokal in Remagen kann man übrigens nur empfehlen.
Nach der Rückfahrt bekamen wir schon wieder leichten Hunger, den wir mit dem Todes-Schnitzel-of-Doom aus dem Restaurant direkt unter der Nürbug konterten. Eine wirklich dämliche Idee. Selten war etwas so leckeres so verschwendet – anschließend war unser Gemisch so „angefettet“, das wir nur noch Heim ins Hotel rollen konnten.
Maximales Tempo
Am Samstag kitzelten mich Sonnenstrahlen (Sonne, in der Eifel!) aus dem Bett. Frühstück war nach dem überzogenen Abendessen sinnlos und so startete ich gleich zum Ring-Info-Center und kaufte Karten für Touristenfahren auf der Grand Prix Strecke – die Strecken des Nürburgring darf man an vielen Tagen im Jahr nämlich auch selbst unsicher machen.
Es macht unheimlich viel Spaß – auch wenn sich die Leistung der Autowelt in den letzten Jahren doch merklich erhöht hat. Mein 100 PS Civic war jedenfalls immer das schwächste Auto. Markus hatte mit seinem RX 7 FD da auf jeden Fall weniger Probleme. Aber in Zeiten, in denen gefühlt jeder Schweizer mindestens einen 911 GT3 besitzt, ruft auch er jetzt Nachts bei Vollmond nach mehr Leistung 😉
Unsere Fahrten wurden immer wieder von Streckensperrungen unterbrochen. Leider verstehen manche Leute nicht, dass bei diesen freien Touristenfahrten die StVo gilt und man besonders Vorsichtig sein sollte. Es handelt sich hier nicht um ein Autorennen. Die Wartezeiten konnte man immerhin mit dem ein oder anderen Benzingespräch und fotografieren überbrücken.
Maximal Quer
Ach ja, eigentlich wollte ich ja über das Driften berichten, aber das rumfahren hat zuviel Spaß gemacht ^^ Deshalb hier der eigentliche Grund, warum ich dort war: der Nürburgring Driftcup. Diese Cups finden mehrfach im Jahr statt und sind in einen Profi- und einen Amateurbereich unterteilt. Am Ring können interessierte auch für schmales Geld Schnuppertrainings buchen etc… Leider rächte sich die Eifel für das schöne Wetter am Samstag. Eisiger Wind peitschte uns Regen, Schnee und Schneeregen ins Gesicht. Dafür war die Veranstaltung aber wirklich noch gut besucht. Die Drifter holten alles aus ihren Kisten – und das waren nur Training und Qualyfying. Die Finalläufe wären am Montag gewesen, dort waren wir aus terminlichen Gründen aber leider nicht mehr vor Ort.
Ich muss sagen, ich bin positiv überrascht – es waren in beiden Lagern tolle Autos am Start und die Jungs haben es ganz schön fliegen lassen. Da müssen wir beim nächsten Mal mehr drüber berichten.
Maximales Dankeschön
Selten habe ich in drei Tagen so viele tolle, unterschiedliche Dinge rund ums Auto erlebt. Und wir hatten Burger! Ganz besonderer Dank geht diesmal an Matthias und Markus Zimmer, die a) die Idee hatten, dorthin zu fahren und b) für dieses tolle Wochende den RX 7 mitgebracht haben. Und ein extra besonderer Dank geht an Sandi und Dani, die mich beim Thema Civic so tatkräftig unterstützen – ohne diese Beiden wäre die Reise zum ‚Ring nicht möglich gewesen.
Unser Fotograf Basti musste diesmal leider aus beruflichen Gründen passen – daher sind alle Fotos diesmal von mir und meiner Nikon A10 – ich bitte um Verständnis.





























